Kfz-Haftpflicht (Schäden durch Dritte):
In diesem Bereich, liegt die Quote reibungsloser Abwicklungen laut GDV bei rund 97,3 Prozent, während rund 2,7 Prozent vor Gericht landen.
75% dieser eh schon sehr hohen Quote werden ohne rechtlichen Beistand abgewickelt und das auch noch korrekt.
Quelle: GDV
Mir kommt es so vor, dass man die Horrorstorys über Versicherungen eh nur in Autoforen liest, wo der Bruder, des Schwip-Schwager, mal ein Enkel hatte bei dem es Probleme gab.
Andererseits gib es eben auch einfach „dumme“ Leute, die denken dass der Anwalt umsonst ist und zur Schadensabwicklung dazu gehört, bzw. nicht in der Lage sind, sich zehn Minuten damit zu beschäftigen, weil sie dies nicht wollen oder können und Angst haben die 25€ Pauschale oder ähnliches nicht zugesprochen bekommen. Auch soll es Personengruppen geben, die dann auch mal für die Zeit der Reparatur nicht mit einem „Mittelklassewagen“ zurecht kommen und immer auf das maximale bestehen.
Ist eben wie überall, es gibt immer solche und solche.
Man muss auch bedenken, dass bei Hinzunahme eines Anwalts der Prozess sich bei der Versicherung ändert.
Ohne Anwalt bleibt die Akte im normalen Kundenservice oder der standardisierten Schadensachbearbeitung. Rechnungen laufen durch automatisierte Prüfsoftware, werden gegebenenfalls um typische Pauschalen gekürzt und der Restbetrag wird oft innerhalb weniger Werktage angewiesen.
Schreibt ein Rechtsanwalt, landet die Akte nicht mehr im automatisierten Standardlauf. Sie wird von spezialisierten Sachbearbeitern oder Juristen bearbeitet, die den Vorgang penibler prüfen und Fristen oft bis zum letzten Tag ausreizen.
Bei manchen Versicherern ist bekannt, dass Schriftsätze von Anwälten liegengelassen werden, um Vergleichsbereitschaft zu erzwingen oder die Zinsbelastung hinauszuzögern.
Dies deckt sich auch mit meinen Erfahrungen, aber wie ich schon schrieb: Ist eben wie überall, es gibt immer solche und solche.