Es werden riesige Summen in “Technologieoffenheit" investiert.
Kommt mir vor als wäre das Orchester auf der Titanic das Land Deutschland, was noch fröhlich spielt während das Schiff sinkt.
Es werden riesige Summen in “Technologieoffenheit" investiert.
Kommt mir vor als wäre das Orchester auf der Titanic das Land Deutschland, was noch fröhlich spielt während das Schiff sinkt.
Wieso wird Deiner Meinung nach das Thema saisonale Speicher vernachlässigt in Deutschland und was verstehst du unter “saisonale” Speicher?
Das sind doch e-Fuels? Das Thema wird nie flächendeckend wirtschaftlich machbar sein.
Aber man merkt halt, wie man wirklich krampfhaft versucht am alten Brennstoffmodell festzuhalten (Leuna ist ja eine riesige Raffinerie, BEVs sind das Ende deren Business.) Das ist bei der H2-Forschung genauso.
Den BEV ist eine sehr “disruptive” Technologie, die wirklich einige Bereiche komplett überflüssig macht. Das wollen einige Akteure natürlich mit allen Mitteln verhindern, denn deren Geschäftsgrundlage wäre sonst weg.
Wenn wir über Stromerzeugung sprechen, geht alles in Richtung PV+Wind+Speicher. Das ist die günstigste Art eine kWh zu erzeugen. Und da die Energiefirmen auch Unternehmen sind, die so viel € an Aktionäre ausschütten wollen wie nur möglich, nehmen sie die günstigsten Technologien.
Aktuell geht es also um die Fossilenenergielobby vs. Stromlobby.
Ja, es geht um E-Fuels. Die sind aber durchaus wichtig für alle Bereiche, in denen Batterie oder H2 nicht möglich oder nicht ideal sind, z.B. in der Schifffahrt, Luftfahrt und einigen anderen Bereichen. Daher ist die Forschung an diesen Kraftstoffen durchaus sinnvoll. Und Leuna hat tatsächlich die besten Voraussetzungen.
Ja, genauso sinnvoll wie Wasserstoff ![]()
Deshalb sagte ich ja Spartentechnologie. Ich finde nur 157 Mio. bei der jetzigen Haushaltssituation unangebracht.
PS: saisonale Speicher können Energie langfristig (z.B.: Sommer bis Winter) speichern, also nicht nur vom Tag in die Nacht überführen. Ich ärgere ich mich immer wieder, wenn ich sehe, dass meine PV-Anlage exakt so viel Strom im Jahr erzeugt, wie ich mit dem Haus verbrauche, aber ich nur 50-60% des eigenerzeugten Stroms verwenden kann, weil ich keine geeignete Speichermöglichkeit habe. Der 10 KW Batteriespeicher, den ich habe kann das nicht leisten.
Ich verstehe nicht, warum kein Wasserstoff. Es werden Windräder abgestellt und Solarparks gedrosselt wenn zu viel Strom erzeugt wird. Ist das sinnvoller? Batteriespeicher werden gebaut, das ist super!!! Warum nicht auch Wasserstoffspeicher statt Abschaltung? Auch wenn Wasserstoff nicht so einen hohen Wirkungsgrad hat, der überschüssige Strom der zur Herstellung von Wasserstoff erstellt werden könnte muss ja nicht nicht hergestellt werden, oder verpuffen. Man sollte getrost beide Wege gehen. und nicht nur schwarz oder weiss sehen.
Ein wesentlicher Teil des Problems ist nicht, dass die Energie gar nicht erst erzeugt wird, sondern dass es an Speicherkapazitäten mangelt und der Strom manchmal nicht gleichzeitig konsumiert oder gespeichert werden kann.
Gruss
Wir müssen aufpassen, dass wir mit der Ablehnung von H2 oder E-Fuels für den Individualverkehr und für LkW nicht gleich diese Energieträger pauschal verurteilen. Sie haben ihre Berechtigung und sind teils auch dringend nötig. H2-Speicher als Notpuffer für die Stromerzeugung wird es geben.
Aber schon jetzt erlebt Deutschland einen Riesen-Aufschwung im Bereich der Batterie-Großspeicher. Die Genehmigungsbehörden kommen mit der Vielzahl der Anträge nicht mit. Ich habe hierzu auch schon den einen oder anderen Post eingestellt.
Laut BDEW sind Großspeicher mit einer Leistung von 78 Gigawatt bereits genehmigt, beantragt sind 720 Gigawatt - das ist eine wahnsinnige Zahl und ungefähr 2,5x so viel, wie wir aktuell installierte Erzeugungsanlagen haben (renewable + konventionelle Kraftwerke).
Sollten die alle gebaut werden, dann gibt´s den Business Case mit „billig einspeichern und teuer ausspeichern“ nicht mehr.
Wir brauchen Batterien, aber sie sind nicht geeignet, eine tagelange Dunkelflaute zu überbrücken oder die heutigen Winterspeicher für Erdgas klimafreundlich zu ersetzen. Für eine langfristige Speicherung von Energie empfehlen sich vor allem Wasserstoffbasierte Lösungen. Dabei wird die elektrische Energie in chemische Energie umgewandelt, indem man mit ihr in Elektrolyseanlagen Wasserstoff aus Wasser erzeugt. In Brennstoffzellen kann die gespeicherte Energie wieder freigesetzt werden.
Wasserstoff lässt sich direkt als Energieträger einsetzen, aber auch als Reaktionspartner in Power-to-X-Technologien. Bei diesen wird der Strom aus erneuerbaren Quellen in Brenn- und Kraftstoffe oder Rohstoffe für die Industrie umgewandelt. Von besonderer Bedeutung sind dabei Syntheseprodukte wie etwa Methanol, Ammoniak und spezielle flüssige organische Verbindungen. Zum einen lässt sich mit ihnen Energie bei Normaltemperatur und -druck bzw. nur geringfügig erhöhtem Druck speichern, zum anderen ist ihre Energiedichte pro Volumen deutlich höher als bei reinem Wasserstoff. „Solche Wasserstoffträger lassen sich ähnlich handhaben wie klassische fossile Brennstoffe.
Habe ich kopiert. Gruss
Das ist bekannt. Die Speicherung von erzeugtem Strom in Wasserstoff (Power to Gas) und dann per Brennstoffzelle wieder in Strom hat einen Wirkungsgrad von max. 40%. Deshalb ist es nicht sinnvoll für den Einsatz im Auto.
Allerdings kann man so gut Energie saisonal speichern. Alle überschüssige Energie wäre tote Energie, wenn sie nicht gespeichert wird. Die Frage ist, wird es noch etwas geben, was einen besseren Wirkungsgrad hat und saisonal Energie speichern kann?
Für den Heimgebrauch ist das leider bisher zu teuer (> 60 TEUR).
Ein Beispiel kann man hier sehen:
Hallo, ich habe mich mit dem Thema für zuhause auch befasst, die Preise sind einfach zu hoch! (noch)!!! Meiner Meinung nach regelt sich das von allein, wenn die CO2 Steuer immer höher wird. Auch wenn die Subventionen abgeschafft werden, regelt sich vieles.
Beispiel Wärmepumpe: Nicht subventioniert kannst du in unseren Nachbarländern viel günstiger einkaufen.
Das ganze Problem bei diesen beiden ist einfach die Wirtschaftlichkeit. Mit 20€/KG H2 mit der man dann mit PKW 100km kommt und LKW nur 50 ist einfach ineffizient verglichen mit Batterielösung.
Und das wollen halt einige Forscher (und Politiker/politische Parteien) nicht wahrhaben. Nur wenn wir mehr forschen und Geld reinwerfen, wird es nicht plötzlich wirtschaftlich. Ich verstehe, dass manche Marktteilnehmer die Entwicklungen aufhalten möchten und ihr Geschäftsmodell retten (zentral produzieren, Verteilung), aber das wird nicht funktionieren.
Wir migrieren von fossilen Kraftstoffe zu Strom. Und zwar dezentral produziert und konsumiert. Das steht im krassen Gegenteil zu fossilen Stoffe die gefordert werden, aufbereitet, mit 9.500 Tankschiffe über die Welt verteilt, usw.
Die Transition wird die meisten Bereiche der Massenmobilität betreffen.
Jemand hier im Forum hat doch sogar eine Wasserstoff-Anlage Zuhause. Klang nicht so rundum begeistert, aber kann ja hier nochmal seine Meinung dazu sagen.
Für die Produktion im großen Maßstab gibt es halt momentan bei weitem zu wenig billigen Strom. Ja, im Sommer gibt es tagsüber manchmal zuviel Strom, und manchmal auch zuviel durch Wind, aber eine Wasserstoffproduktion lohnt sich nur, wenn sie 24/7/365 durchlaufen kann. Davon abgesehen, dass ständiges Ein- und Ausschalten solchen Anlagen sicher auch nicht bekommt, verteuert jede Minute Stillstand den produzierten Wasserstoff. Zumal die Langzeitspeicherung auch nicht ganz unproblematisch ist, immerhin ist Wasserstoff ein ziemlich kleines Molekül. Also im Sommer produzieren und im Winter verbrauchen ist da auch nicht ganz unproblematisch - wobei es wohl irgendwelche Speichermethoden mit porösen/schwammartigen Materialien gibt, aber das hab ich nur mal am Rande gehört.
Also ja, es mag aktuell (und in Zukunft) noch Anwendungsbereiche geben, wo Akkus unpraktisch sind und Wasserstoff oder andere flüssige/gasförmige Speichermedien Vorteile haben, und man sollte für diese Anwendungen auch weiter Forschen, aber in vielen Bereichen macht es andersrum auch einfach keinen Sinn. Wasserstoff für Zuhause gehört mMn dazu, aber das kann sich auch in Zukunft noch ändern
wobei ja auch andere Speichertechnologien entwickelt werden - Sand, Steine usw.
Das Problem bei Wasserstoff ist sogar noch viel größer. Warum soll man mit viel Strom H2 produzieren, um dann danach es wieder in Strom umzuwandeln? Effizienz von ca. 70%, wenn ich es richtig in Erinnerung habe. Und als Speichermedium ist H2 auch schlecht, explosiv, schwer zu speichern. Ich sehe nicht, wie das weltweit mit Schiffen verteilt werden kann.
Strom in Batterie hat eine Effizienz von 95% und lässt sich leicht über Leitungen verteilen ohne Gefahren. Also was macht mehr Sinn?
Das passiert ja nur in Brennstoffzellen, z.B. für Fahrzeuge. Die Effizienz ist noch wesentlich geringer als 70 %.
Aber H2 kann ja auch direkt als Energiequelle z.B. in Stahlwerken genutzt werden ohne den Umweg über Strom. So ist H2 ja auch als Energiequelle als Substitution für Erdgas im Gespräch. Das sind allerdings ziemliche Hirngespienste gewisser Politiker zur Beruhigung der Wählerschaft.
Und warum kann man nicht Strom nutzen als Heizung in Stahlwerke? Wegen zu geringe Hitze-Entwicklung?
Doch, kann man in sogenannten Lichtbogenöfen. Weltweit werden 28 %, in Europa 42 % und in D 29 % des Stahl so erzeugt.
Na perfekt. Dann braucht man gar keine komplizierten H2-Lösungen.
Das erlebe ich täglich, weil ich Umwege fahren muss, da oft Straßen gesperrt sind.
Lebe ja ganz in der Nähe.
Mitt Batteriespaichern kann man das Abstellen effektiv verhindern.
Dann kann in der Nacht weniger fossile Energie genutzt werden.
WIN-WIN.
Bei Wasserstoff sehe ich den Wirkungsgrad als Problem.
Anlagen zur Elektrolyse sind nur kostendeckend (wenn überhaupt), wenn sie mit Volllast laufen.
Nur den Rest nutzen, macht sie noch ineffektiver.
Und Wasserstoff MUSS in Form von Kraft-Wärme-Kopplung genutzt werden, nur dann ist es halbwegs effizient. (um nicht „trotzdem ineffizient zu schreiben“)
In der Mobilität bei PKW, LKW und Bussen hat es nichts verloren und Subventionen, wie gerade in Bayern, sind verschwendetes Geld.
In der Mobilität hat sich die E-Mobilität längst durchgesetzt, auch wenn es einige Food Influencer noch immer nicht wahr haben wollen.
Alles meine persönliche Meinung. ![]()