Meine Erfahrungen nach 1 Monat P7+
Ganz kurz - bin bis jetzt 7 Jahre Tesla Model 3 AWD gefahren und war mit dem Auto sehr zufrieden bis zum schluss. Das Auto hat mich nie im Stich gelassen, keine Pannen…..ein paar kaputte Querlenker, soll aber bei Tesla normal sein.
Hab mir damals den acceleration boost dazugekauft → 3,9s von 0-100 → ich liebe die Beschleunigung und das „gummibandartige Pedalspiel“ sehr.
Irgendwann heuer im Frühjahr hab ich dann zufällig beim surfen auf youtube den P7+ entdeckt und war feuer und flamme. Hab das alles dann mal sacken lassen, weil er ja bei uns in Ö eh noch nicht für probefahrten verfügbar war und überlegt, ob ich denn den Tesla wirklich weggeben soll, weil ich ja eigentlich sehr zufrieden bin.
Ja - das „eigentlich“, heisst eben auch, dass nicht alles super ist. Für meine Frau haben wir zwischenzeitlich 2023 ein Model Y angeschafft um voll elektrisch unterwegs zu sein (große PV zu Hause) und der ist schon um einiges leiser im Innenraum als mein Model 3. Das hat mich dann immer mehr gestört, vorallem weil mein Arbeitsweg zu 99% über die Autobahn führt.
Alleine kein großes ding, aber wenn man zu zweit (oder mehr) in dem Auto auf der Autobahn fährt bei 130 ist eine normale Unterhaltung mit Radio im Hintergrund eigentlich nicht möglich gewesen.
Naja - irgendwann wars dann Juli und es war ein P7+ zur probefahrt verfügbar…..war ein LR…..ich war geflashed. Soooo verdammt leise, dass das Model Y meiner Frau im vergleich verdammt laut ist. Sonst hat auch so ziemlich alles gepasst, was man bei so einer Probefahrt halt herausfinden kann….
Ich hab dann kurz drüber geschlafen und mir war klar → der performance muss es sein. Warum? Die kleine Preisdifferenz spielt keine Rolle UND ich will die beste Beschleunigung die ich haben kann.
Habs kurz schon in einem anderen thread erwähnt….gefühlt ging der LR eher mau…..ich dachte mir „das muss doch im performance besser sein“….deswegen performance bestellt.
Beim Händler also gesagt → „performance bitte, schwarz außen, hell innen, keine anhängekupplung“ ….darauf er „wenn du die Anhängekupplung auch nimmst, kannst ihn nächste Woche haben, ansonsten Lieferzeit 4 bis 6 Monate“…..ok dann also mit Anhängekupplung ![]()
Ein paar Tage später den Kübel abgeholt - über die Abholung verlieren wir keine Worte, sonst reg ich mich nur wieder auf……hat dann irgendwann alles funktioniert wie es soll - fertig.
So - was mag ich an dem Auto.
Er ist verdammt leise - das liebe ich.
Ich hätte nie gedacht, dass ich Massagesitze brauche - ich brauche sie nach wie vor nicht und die ersten Male, wo ich die Massage aktiviert habe, hab ich sie nach 5min wieder ausgeschalten. Mittlerweile find ich das Zeug ab und zu angenehm….zumindest schalte ich sie immer wieder mal ein.
Ich LIEBE die Sitzlüftung bei heißem Wetter. Im Gegensatz zu vielen anderen fand ich die Kunstledersitze im Tesla verdammt angenehm und obwohl ich eher zu schwitzen neige wenns heiß ist, hatte ich im Tesla nie Probleme….die Sitzlüftung hier ist aber echt next level - ganz großes Kino!!
Sitzheizung und Lenkradheizung hab ich bis jetzt noch nichtmal ausprobiert → das Wetter dafür kommt ja bald.
Beim Fahrwerk bin ich hin und hergerissen. Für meinen Arbeitsweg auf der Autobahn → perfekt - da wird alles weggebügelt und im Gegensatz zum Model 3, wo man jeden Stein gespürt hat, ist das hier wie in einer Sänfte.
Auf der Landstraße in schnelleren Kurven fehlt mir echt ein bissl das feedback vom Auto - auch wenn ich auf Sport stelle, so wahnsinnig viel Unterschied (außer dass es härter ist) merke ich da, was feedback betrifft, ehrlich nicht. Aber ja - es ist halt eine 5m lange Limousine und kein Kurvenräuber.
Die Beschleunigung, das Ansprechen von unten weg, das Gaspedalfeeling gefällt mir garnicht. Ja - das Auto beschleunigt gut, man spürt davon allerding nicht allzu viel. Beim Tesla gabs einen „Tritt in den Nacken“, das liebe ich, das gefällt mir. Der P7+ ist understatement pur was das betrifft.
Ich werd mich dran gewöhnen, aber ich mag es nicht. Auch, dass man beim wegfahren eine echte Gedenksekunde hat, bevor es vorwärts geht → ja, wenn man xpedal ausschaltet, ist es besser…..mag ich aber nicht - das liebe ich auch und es ist mir so wichtig, dass ich kein Auto mehr fahren möchte, ohne die Möglichkeit bis zum stand zu rekuperieren.
Beim Tesla hab ich mir den „enhanced autopilot“ nachgekauft, weil ich - eben fast nur auf der Autobahn unterwegs - den automatischen Spurwechsel haben wollte. Fand ich natürlich total spitze, dass das der xpeng von Haus aus kann.
Naja - ganz ehrlich - dieser Spurhalteassistent (Autopilot bei Tesla, LCC bei xpeng) gefällt mir beim xpeng verglichen mit Tesla nicht so gut. Der eiert in der Spur hin und her und fährt meistens eher ziemlich weit rechts in der Spur. Man merkt das auch während der Fahrt und wenn dann auf der Autobahn der Kollege in der rechten Spur etwas weiter links fährt, ist das oft nicht wahnsinnig viel Platz.
Tesla ist da seeehr souverän unterwegs was das betrifft.
Was xpeng viel besser macht ist das anfahren im stop and go verkehr mit LCC/ACC. Das Model 3 hat da einen Sprung weg gemacht, als wäre ein wilder Stier losgelassen worden, der xpeng macht das seeehr sanft und smooth - gefällt mir gut.
Der automatische Spurwechsel ist bei tesla auch gefühlt besser, weil er sich für den Spurwechsel mehr Strecke gönnt → der xpeng „reisst“ das Lenkrad rüber und der Spurwechsel ist gefühlt in der hälfte der Zeit/Strecke abgeschlossen.
Für meine begriffe muss hier xpeng noch im Kapitel „autopilot“ nachbessern.
Infotainment geben sich beide keine blöße. Was ich am xpeng liebe ist das videoschauen während der Fahrt funktioniert…..mehr diskutieren wir darüber nicht ![]()
Was mir nicht gefällt ist, dass wenn mein iPhone mit carplay verbunden ist - was es eigentlich immer ist - die hotspot funktion im auto nicht mehr funktioniert. Das ist schade, weil man so das Datenzeugs von xpeng nicht nutzen kann → määähh
Die dashcam funktioniert in Österreich leider nicht - gefällt mir nicht, ist aber aushaltbar.
Also - alles in allem bin ich mit dem Auto grundsätzlich solide zufrieden. Das eine oder andere könnte anders/besser sein, aber 100% zufrieden wird man nie sein können → zumindest mir gehts so.
Meistens aber denk ich da nicht mehr viel drüber nach - es ist wie es ist.