Zufriedenheit vs. Konsum

Kurze Gedankenhilfe für diejenigen die mit ihrer Kaufentscheidung schon wieder hadern:

Warum Konsum die Zufriedenheit mindern kann

Die hedonistische Tretmühle: Nach dem Kauf eines neuen Produkts gewöhnen wir uns schnell an den neuen Standard. Der Glückskick verfliegt, und wir brauchen das nächste, bessere Produkt, um dasselbe Glücksgefühl wiederzuerlangen.

• Der relative Status (Sozialer Vergleich): Zufriedenheit in einer Konsumgesellschaft basiert oft darauf, was andere haben. Wer sich ständig mit Nachbarn oder Social-Media-Profilen vergleicht, fühlt sich schneller unzulänglich (sogenannte „relative Deprivation“).
• Fokus auf extrinsische Werte: Wenn der Fokus stark auf Besitz, Geld und Status liegt, vernachlässigen Menschen oft intrinsische Werte wie tiefgehende Beziehungen, persönliche Weiterentwicklung und gesellschaftliches Engagement – welche die eigentlichen Fundamente für langfristiges Glück sind.
• Übersättigung und Entscheidungsstress: Ein Überangebot an Auswahlmöglichkeiten (Choice Overload) führt paradoxerweise oft zu Unzufriedenheit, da wir ständig Angst haben, die falsche Entscheidung getroffen zu haben.

Also nicht soviel schauen, was es schon wieder neues gibt, sondern an dem erfreuen was man hat.

Sonst droht ständige Unzufriedenheit.

Na ja, es liegt nun einmal in der Natur des Menschen, stets nach etwas Besserem und Schönerem zu streben. Diese Unzufriedenheit hat uns doch dazu getrieben, nicht mehr damit zufrieden zu sein, in einer Höhle zu leben und uns mit einem Bärenfell zu bekleiden, nicht wahr? Oder in meinem Fall: nicht mehr mit einem Toyota Verso S zufrieden zu sein und mir einen Toyota Auris TS zu kaufen, gefolgt von einem Lexus IS 300h, GS 450h, RX 450h, NX 450h+ und nun einem Xpeng G9 Performance. Ohne Unzufriedenheit gibt es keinen Fortschritt.:slightly_smiling_face:

Jarno

Das trifft aber, wie oben bestens beschrieben, nicht für materielles zu. Mein A6 hat jetzt 10 Jahre meinen Alltag begleitet. Obwohl es schon mind. 2 neuere Modelle gab, habe ich mich immer wohlgefühlt im Auto. Wenn jetzt nicht die neue Photovoltaikanlage auf dem Dach wäre und der Spritpreis noch bei ca. 1,60 € , hätte ich keinen P7+ P bestellt. Vor allem, wenn man sein Auto privat bezahlt, und den exponentiellen Preisverfall im Hinterkopf hat. In kurz: Ich kaufe was und erfreue mich daran. Und auf keinen Fall schauen, was es jetzt schon wieder besseres gibt - da bin ich hier auch etwas im Forum genervt von den ganzen Diskussionen über Software 6.* kommt nicht bei den bereits gekauften…

Ich bin da total bei dir - hier im Forum sind echt sehr viele Leute unterwegs die immer nur besser neuer noch besser rufen.

Das nimmt etwas die Freude am aktuellen.

Dem stimme ich prinzipiell zu.

Als wir vor ein paar Jahren unsere Hausübergabe nach der Bauphase hatten, hat der GF der Baufirma uns auch zum Abschluss gesagt das wir nicht schauen sollen was die Nachbarn für Häuser oder Autos haben. Sondern uns daran erfreuen, dass wir überhaupt ein EFH haben und eine gesunde Familie.

Dann ist er in seinen AMG GLS 63 gestiegen und in seine Villa zurück gefahren :sweat_smile:

Aber recht hat er trotzdem gehabt.

Wobei es mir beim Haus einfacher fällt zufrieden zu sein als beim Auto. :hushed_face: Kaum kündigt Xpeng ein neues Modell an muss ich schon wieder zweifeln an meinem aktuellen Fuhrpark :upside_down_face:

Ich halte es seit einiger Zeit so, dass ich mich vor einer Entscheidung vielseitig und rechtzeitig informiere und sondiere. Nach getroffener Entscheidung vermeide ich es mir andere Alternativen näher zu betrachten.

Damit fahre ich für meinen Teil ganz gut.

Deshalb werde ich mich auch erst in 3 Jahren wieder ernsthaft mit dem nächsten infrage kommenden Fahrzeug beschäftigen.

Entsprechend schaue ich mir auch die ganzen neuen Fahrzeuge gar nicht erst an.

So halte ich es auch mit anderen Dingen.

Das ständige nach links und rechts schauen führt nur zu Unzufriedenheit.

Nicht verwirren lassen, das Bessere ist nichts weiter als der Feind des Guten​:wink:

Dann hast du ja den wichtigsten Lexus überhaupt ausgelassen :wink: Mit Anfang/Mitte 30 habe ich sehr stark auf einen LS UCF10/UCF20 geschielt. Vernünftigerweise ist es dann doch was anderes geworden, aber einmal einen alten LS fahren… träum

Aber Glückwunsch zur großen Lexus-Garage! Ich gehe Mal davon aus, dass du viel Spaß mit denen hattest. Sonst wäre es wohl beim IS geblieben.

Was sprichst Du mir aus der Seele, vor allem in Bezug auf das Forum hier. Ich lese nun seit der Bestellung des G9P im April fleissig mit. Muss mich aber immer bremsen, bestimmte Threads so wertfrei wie möglich zu lesen.
Daher: tiefenentspannt und mit grosser Vorfreude.
Am 26.10.wird abgeholt.

Freu dich drauf. Hab meinen seit 01.10.

Dienstag wird der Q8 e-tron abgegeben und anschließend gehts ins Legoland. Alles in Allem 1500km, da wird der G9 erstmals auf Langstrecke getestet. Ich freu mich.:melting_face:

Hoffentlich gibts eine zeitnahe Rückmeldung zu den ersten 1500km

Wenn ich ehrlich bin, war der Lexus, der mich am meisten begeistert hat, der GS 450h, der „Mini-LS“. Wenn ich mir jedoch jeden beliebigen Lexus aussuchen dürfte, würde ich mich für einen LC 500 (ohne -h) in „Structural Blue“ entscheiden. :heart_eyes: Dann würde ich definitiv nicht mehr nach etwas Besserem suchen, denn das gibt’s einfach nicht.

Wird gemacht​:saluting_face:.

Die ersten 800km hab ich ja schon weg. Bisher alles top. Die bekannten kleinen Mankos (Verkehrszeichenerkennung Spurhaltesystem) funktionieren auf der Autobahn für mich ziemlich gut. Bei falsch erkannten Schild geb ich halt einfach selber Gas bis wieder die normale Geschwindigkeit erkannt wird.

Spurhalteassistent bisher sehr unaufgeregt und auch schön mittig in der Fahrspur.

Hab aber übers Autohaus auch vor Übergabe um eine Achsvermessung gebeten, welche auch kostenlos (mit kleinen Anpassungen) durchgeführt wurde.

Licht finde ich auch ohne Matrix top.

Ansonsten hab ich paar xcombos laufen die das Gebimmel abschalten, ohne das ich noch was bestätigen muss.

Man muss sich halt mit dem Fahrzeug beschäftigen und nach seinen Bedürfnissen einstellen.

War sonst kein Freund davon mit dem Auto zu sprechen, da es auch beim Audi Q8 eher schlecht funktioniert hat. Allerdings im G9 klappt das sehr gut. Zb. He xpeng meine Scheiben sind beschlagen…Antwort: die Antibeschlaglüftung wurde eingeschaltet. Oder: öffne den Kofferraum…etc. funktioniert top.

Navigation über Sprachassistent soll wohl nicht so toll funktionieren, liegt aber wohl eher am Navisystem und dessen Verarbeitung, da xpeng das Gesagte eigentlich zu 100% versteht.

Also bisher bin ich und Familie happy mit dem Wechsel vom Q8 e-tron zum G9.

Es trifft auch auf mich bisschen zu, habe meine Fahrzeuge sehr oft gewechselt bis hin zu einem EQS, aber seitdem ich mit Xpeng so zufrieden bin, geht es da eher in die andere Richtung.

ID.7 zu G9 war eher kostenneutral

EQS zu MY Juniper zu L03 hat mir viel Geld übrig gelassen am Ende.

Ich hab immer wieder Lust auf neue Technik und Weiterentwicklungen, neue Gimmicks, neue Erfahrungen, insbesondere bei Elektroautos. Aber man muss da wirklich aufpassen, ich glaube schon, dass das auch zu einer Sucht werden kann. Früher war ich nie so, also Verbrenner waren mir total egal.

Mit dem G9 bin ich aber bspw. so zufrieden, dass ich da nicht überlege, mir einen X9 oder G9L zu holen. Ich fahr den einfach weiter, weil gut und auch die Updates zuletzt immer wieder ein Schritt nach vorne waren.

Je teurer der Artikel der Begierde, desto länger/intensiver die Recherche davor.
Ist die Entscheidung einmal gefallen, gibts anschließend kein „Schauen nach links und rechts“.

So erfreuen wir uns neben einem G6 immer noch an unserem 10 Jahre alten Passat mit mittlerweile 240.000km auf der Uhr.
Er beherrscht manche Dinge einfach besser als unser kleiner Chinese.
Es gibt somit keinen Streit, wenn mal wieder zeitgleich zwei Autos gebraucht werden.

Die Dinge werden ja nicht automatisch schlechter, nur weil was Besseres auf dem Markt erschienen ist. :wink:

Schwieriges Thema. Gibt ja die eine oder andere Studie zum Thema, ab wieviel Geld im Jahr der Mensch nicht mehr „zufriedener“ wird und das Gehalt eher nachteilig für die mentale Gesundheit wird. Das lag irgendwo bei 100.000 $ in 2023 in den USA.

Kenns bei vielen Freunden und Bekannten, dass über das neu gekaufte Auto diskutiert wird, neue PV aufm neuen Eigenheim usw. Bin lange selbst mit wenig Geld über die Runden gekommen und immer von „mehr“ geträumt. Nun hat man nen ganz gutes Gehalt und schon fühlt man sich in den Konsum gedrängt. Manche mit Fahrzeugen, ich habs in Fahrräder gesteckt und nun in nen P7+. Mehr aus eigenem Interesse zum Glück, was andere denken, juckt mich herzlich wenig :wink:

Dennoch wenn man ein bisschen reflektiert, ist das Akzeptieren des „neuen“ Standards und des verfliegenden „Glückskick“ durchaus erkennbar. Sich auf die Quellen des eigentlichen Glücks zurückzuorientieren, hilft ungemein (Familie, gesunde Kinder und Frau, lang lebende Eltern, Dach überm Kopf usw :slight_smile: ). Mir hilft vor allem, sich auch mal wieder von Sachen zu trennen. Fürs Gewissen gut, für die Kasse ebenso.

Ich denke oft ich falle aus der Zeit, wenn ich lese wie viele ihre Fahrzeuge nur für 2-3 Jahre leasen.

Ich kaufe noch und fahre die Kisten recht lang. Wenn die 1% Regel nicht wäre, würde ich die Kisten wahrscheinlich noch länger fahren.

Wenn sie tun, wofür ich sie geholt habe, find ich sie heute noch so gut wie vor xJahren.
Hätte ich nicht zwischendurch mal nachgerechnet, wieviel günstiger ein eAuto für mich ist, ich würde den alten immer noch weiterfahren. Letztendlich bringt mich ein Auto von A nach B, mehr passiert da (für mich) nicht. Das bitte so komfortabel und leise wie möglich und gut ist.

Und so toll ist das Einkaufserlebnis, wie es oft berichtet wird auch nicht.
Aber jedem wie es ihm gefällt. Ich hab das Gefühl, dass es mit dem Leasing langsam einem Hamsterrad gleicht, wenn das Auto da ist, muss schon das nächste ausgesucht und bestellt werden - da hat man ja keine Zeit sich am neuen zu erfreuen.

Da steckt ganz viel Wahres drin :man_raising_hand:t3::+1:

Des wegen heißt es Ja, emotionale Erlebnisse durch Konsum verfliegen nach drei Wochen, doch emotionale Erlebnisse durch z.B. einen schönen Urlaub, oder einem Fallschirmsprung halten ewig an.

Ich sehe es genau so.

Oder plakativ formuliert: Es ist nicht entscheidend, welches Auto du fährst, sondern wer neben dir sitzt. (hier im Forum sollte man vielleicht noch ergänzen…so lange es ein XPeng ist :man_raising_hand: )

Das ist aber rein DEIN Problem, da können die anderen NIX dafür