Nabend ![]()
Ich war heute bei Bleker in Dortmund.
Nachdem sich hier 2 große Beiträge mit den negativen Seiten des Autohauses befasst haben, war ich natürlich gewarnt. Vielen Dank an @Commander_PR und besonders an @EmiSan bei dem das ganze dann doch noch ein gutes Ende nahm, für Eure unaufgeregten kritischen Berichte. Sie haben mich hellhörig gemacht und ich habe diese Mängel auch offen angesprochen.
Ich war natürlich auch bei Adrian (der lustiger Weise bei mir um die Ecke wohnt).
Adrian hatte mir angeboten, dass er mir die Papiere mitbringt und ich nicht extra nochmal nach Do fahren müsste… das sagte er auch heut morgen nochmal, als ich rein kam… Du hättest doch nicht…
Ich hab ihn angegrinst und gesagt: hey, bis man Dich erreicht bin ich 3 mal hier. Du wolltest mir das leben leicht machen, aber ich glaub, Du brauchst das grad eher. Ich bin auch extra gestern nicht gekommen, damit Du Deinen Kopf für Emi frei hast.
Ich glaube, er war ganz froh, dass mal jemand nicht schimpft oder sich beschwert.
Und dann fing er von ganz allein an zu erzählen… dass es sich total sch*** anfühlt, wenn die Leute sagen, sie erreichen ihn nicht, aber mehr als arbeiten kann er ja nicht. Und die Leute hätten ja recht… Er wird zu häufig durch Laufkundschaft unterbrochen und fühlt sich seit Monaten so, als käme er zu nix außer zum Überstunden sammeln. Kriegt nix wirklich fertig, löscht immer nur die größten Baustellen…
Die Emi-Geschichte hat wohl das Fass zum überlaufen gebracht und er hat sich ernsthaft mit dem Chef zusammen gesetzt. Im stressigen Alltag kommt sowas oft zu kurz, geht unter, wird nicht genau genug besprochen… Aber ich glaube, das war echt wichtig.
- Maßnahme: Umzug in ne Ecke, damit er Altlasten wegarbeiten kann
- Maßnahme: Neubestellungen vorerst über Borken
- Maßnahme: mehr Leute und Azubis, damit die Arbeit getan werden kann
Die muss man aber auch erstmal finden…
Der hat mit mir geredet wie mit ner Kollegin. Und ich kann’s ja auch verstehen, hab ja selbst 2 Läden und weiß wie es ist, wenn die Arbeit einfach zu viel wird.
Aber woher kommt denn plötzlich die viele Arbeit?
Naja, wenn man überlegt, dass
- in den letzte 1,5 Jahren 6 Autohäuser in Do zugemacht haben / weggezogen sind und plötzlich sehr viel mehr Kunden kommen, gute Mitarbeiter aber trotzdem schwer zu finden sind
- statt 60 plötzlich 120-150 Autos pro Monat bestellt werden müssen
dann kann man verstehen, warum der einzelne Mitarbeiter einfach mit den Ohren schlackert.
Klar: ey, doppelter Verkauf, die verdienen n Heidengeld… ja, aber bis Strukturen verändert, Neues integriert werden kann, da vergeht Zeit.
Ich jedenfalls habe heute mit einem guten Gefühl unterschrieben.
Kann Verständnis für die Situation aufbringen und fühle mich trotzdem gut aufgehoben.
Die beiden kritischen Berichte haben absolut ihre Existenzberechtigung, das möchte ich wirklich betonen.
Ich dachte nur, ich schreib mal, was ich darüber da so erfahren habe, denn wenn man die
Geschichte kennt, fühlt man sich vielleicht nicht gleich so persönlich vernachlässigt, wenn mal wieder etwas länger dauert.
Und ich glaube auch, dass wenn wir alle offen sprechen, ohne nieder machen, ohne „ich will aber wie ein König bedient werden“, mit Blick für den anderen, dass vieles angenehmer wird.
Wir sind alles nur Menschen.
Ich hab’s da recht leicht, denn ich find’s eh unangenehm, wenn man um mich rumschawenzelt oder mir Extrawürste brät. Und ich vergesse nie, dass mich niemand bei einem Tauschgeschäft Euros gegen Auto irgendwie persönlich ärgern will.
Mich bat übrigens jemand per DN ihn an eine Mail zu erinnern, was ich natürlich getan habe. Ein weiteres kleines Zeichen, dass wir eine Community sind, die miteinander spricht, kann ja nie schaden ![]()
Ich bin gespannt wann die kommt
Mein Auto steht übrigens schon im Haus.
Ich nehme noch Wetten an, wann ich es bekomme ![]()