Der nächste Erfahrungsbericht - Eindruck nach 5.000 KM G9 - Vergleich zu ID.7 und Tesla

Hallo zusammen,

ich bin Besitzer eines im Mai neu gekauften G9P BE (innen grau) und habe nun meine ersten 5.000 KM abgespult, so dass ich ein paar erste Eindrücke wiedergeben kann. Als ich in der Findungsphase für ein neues Fahrzeug war, habe ich Berichte dieser Art auch sehr interessiert gelesen und hoffe, dass ich Interessenten einen weiteren Eindruck mitgeben kann. Wichtig ist meines Erachtens, dass ich vergleichsweise viel und umfangreiche Erfahrungen mit E-Autos habe, denn das hat stark prägende Einflüsse auf die Bewertung des G9. Konkret fahre ich seit 2018 Tesla, wir haben seitdem immer 2 Modelle parallel im Haushalt. Zudem fahre ich im Firmenfuhrpark auch gelegentlich ID.7 und Q4 e-tron.

Bei der Kaufentscheidung im Mai ging es nur um Tesla Model Y Performance oder G9, der ebenfalls interessante Zeekr 7 GT war noch nicht greifbar. Angesehen habe ich mir aber auch den neuen E-GLC, der aber mit knapp 99.000 Euro in meiner Wunschkonfiguration für mich zu teuer war.

Entscheidende Kriterien waren für mich:

  • Zuvorderst viel Komfort, weil ich etwa 30.000–40.000 KM im Jahr abspule, viel Langstrecke.

  • Hohe Interieur-Qualität und schicke Materialien – da stehe ich ganz besonders drauf und drücke und fummele in allen Autos immer die Oberflächen ab etc. (ihr kennt das)

  • Satte Leistung für Sicherheit beim Überholen etc.; ich habe aber keine sportlichen Ambitionen, dafür gibt es Sportwagen.

  • Platz für Familie mit 2 Kindern, Raum für Gepäck, Kinderwagen. AHK für Fahrradträgertransport, ausreichende Stützlast für E-Bikes.

Ich habe den G9 dann eher zufällig in einem Autohaus gesehen, mich reingesetzt und war von der Materialanmutung, dem gelungenen Innenraum und dem insgesamt wertigen Auftritt ganz entzückt. Nach fleißiger YouTube-Video-Sichtung und den durchweg positiven Kommentaren dort habe ich mich sehr zügig zum Kauf entschlossen. Ich hatte parallel ein brandneues Model Y Jupiter Performance für eine Woche in Nutzung. Ausschlaggebend für den G9 waren der luxuriösere Innenraum und etwas mehr Platz in der Kabine. Das Außendesign des G9 in der BE hat mich auch überzeugt.

Was mir bislang beim G9 gut gefällt:

  • Der helle Innenraum mit dem ansprechenden Materialmix ist das Hauptargument, warum mir der Wagen jeden Tag Freude macht. Das weiche Leder, der Wildleder-Dachhimmel, die metallenen Blenden bei den Lautsprechern – sieht alles toll aus und wirkt premium. Tatsächlich auch besser als bei aktuellen deutschen Herstellern, die ich erst mit einem enormen Aufpreis/Extra-Einsatz auf ein noch besseres Niveau wie den G9 bringen kann. Dann kosten diese Autos aber auch minimum 20.000 Euro, eher 40.000 Euro mehr.
  • Trotz der beachtlichen Größe lässt sich das Fahrzeug gut rangieren, die Kameras helfen im Parkhaus etc. Ich habe nach wenigen Tagen ein gutes Gefühl zu den Abmessungen entwickelt und fühle mich sicher beim Fahren.
  • Die Leistung ist weniger präsent im Vergleich zum Tesla. Dessen Punch fehlt, aber trotzdem bin ich zufrieden und mag, dass der G9 immer mehr als ausreichend Kraft zur Verfügung stellt. Ich fahre fast ausschließlich in KOMFORT.
  • Die Massagefunktion ist überzeugend, auch besser im Vergleich zu anderen Herstellern. Ich nutze sie häufig.
  • Das schnelle Laden ist grandios. Gestern noch bei Fastned kontinuierlich 300 KW Maximum an der Säule über 15 Minuten bekommen. Das ist schon mehr als gut. Der Verbrauch ist mit etwa 23 Kw/100Km ok, bei Tesla bin ich aber mit vergleichbarer Performance (Model YP) auf den gleichn Strecken bei etwa 16 Kw/100 Km gelandet, was die größere Batterie des G9 relativiert und unter dem Strich eine etwas geringere Reichweite beim G9 bedeutet. Aber das limitiert mich eher nicht. Das Lade-Verhalten korrespondiert sehr gut mit meinen Bio-Breaks.
  • Das Ausparken mit der APP von außen ist wirklich nice und wird auch aufgrund der Größe des G9 in engen Parkhäusern durchaus benötigt. Auch das automatische Einparken ist super umgesetzt und die freie Wahl des Parkplatzes auf dem Display (seit dem letzten Update) ist schon cool.
  • Kleine Details wie die beidseitig öffnende Klappe der Mittelkonsole und der Brillenhalter in der Dachkonsole sind nett. Gab es früher häufig auch bei deutschen Herstellern, ist irgendwann entfallen. Schön, dass Xpeng so etwas Analoges mitdenkt.
  • Als Digital Freund mag ich die unglaublich vielen Einstellmöglichkeiten. Ich sitze manchmal nach dem Ende der Fahrt noch länger im Auto und tippe mich durch die Menüs. Mir macht das große Freude und anderen ist das ein Graus. Muss jeder selbst entscheiden. Die Menüstruktur und -vielfalt ist jedenfalls herausfordernd, aber nach einer gewissen Einarbeitungszeit durchaus beherrschbar.

Mich stört:

Und diese Punkte muss man im Kontext sehen: Ich fahre sehr zufrieden Tesla und hatte bei über 250.000 KM mit der Marke keinen einzigen Ausfall oder Werkstatt-Aufenthalt. Ich habe meine Teslas keinen Tag in der Werkstatt gehabt, außer für nicht notwendige Sicherheits-Checks vor längeren Auslandsfahrten etc. Filtertausch, neue Wischerblätter etc. Mein Benchmark ist also sehr hoch. Wenn man vom Verbrenner kommt oder auch von den ID-Modellen oder Qs des Volkswagenkonzerns, dann sieht die Ausgangslage anders aus.

  • Das Fahrwerk ist nur auf neuen, glatten Belägen wolkenweich und komfortabel. Dafür, dass aufwändig mit 2-Kammer-Luftfederung gearbeitet wird, ist das Feintuning erstaunlich schlecht gelungen. Gullideckel, Schlaglöcher, Rillen werden zum Teil sehr rumpelig und hart an den Innenraum weitergegeben. Das machen andere deutlich besser, aber auch nicht perfekt. Mercedes schafft aber mit der 1-Kammer-Luftfederung im neuen GLC deutlich mehr Komfort bzw. ein satteres Fahrgefühl. Bei hohen Geschwindigkeiten neigt sich der Wagen spürbar, sogar bis hin zu einem starken Unsicherheitsgefühl, vor allem bei Bodenwellen. Hohe Autobahngeschwindigkeiten sind auf langen Geraden angenehm, während Kurven kein Fahrvergnügen bieten. Und an der Stelle muss ich ein Plädoyer für das viel gescholtene Model-Y-Performance-Fahrwerk halten. Das war im Vor-Facelift wirklich zu hart. Das Juniper hat aber hervorragend nachgelegt. Nicht so weich wie der G9, aber dafür mit Landstraßen- und Performance-Kompetenz. Es handelt sich um ein ganz anderes Auto, das fahrwerkstechnisch meiner Meinung nach viel besser ist. Die Entscheidung zugunsten des G9 habe ich aber bewusst getroffen, weil ich mit dem Wagen zum überwiegenden Teil bei 70–120 km/h unterwegs bin und der Komfort-Aspekt ausschlaggebend ist. Ich fahre keine Rennen (mehr), sondern stressvermeidend und gemütlich. Einen durchaus nachvollziehbaren Eindruck bietet der Test der Auto Zeitung, dort wurde der G9 mit dem GLC und XC60 vergleichen (Link: AUTO ZEITUNG G9 im Vergleich mit GLC und XC60, generell muss man aber sagen, dass die AZ nichts auf ihre Anzeigen-Kunden kommen lässt. in diesem Fall konnte ich die Kritik am G9 Fahrwerk aber aus eigener Anschauung nachvollziehen)
  • Die Sitze bieten wenig Seitenhalt und sind einfach zu breit, sodass die Seitenwangen bei mir nicht greifen. Ich habe bei 1,83m eine normale Statur. Man profitiert von der Sitzweite sicher, wenn man dick und voluminös ist. Und wieder: Die Performance-Sitze im Juniper Model Y sind ein Traum, für mich viel angenehmer. Leider aber ohne Massagefunktion.
  • Immer mal wieder Bugs in der Software, das bin ich von Tesla nicht gewohnt. jedes einzelne Phänomen selten, in der Summe aber doch als noch unausgereift wahrnehmbar:
    • Auto erkennt die App überhaupt nicht, ich war gezwungen, auf die Karte zurückzugreifen.
    • Auto erkennt Smartphone-App häufig zu spät und ich stehe hilflos vor dem Auto, bis es sich öffnet.
    • Die Sprachsteuerung funktioniert schlecht und manchmal sehr verzögert. Die wichtige Anrufsteuerung per Sprache funktioniert mit „Anrufen VORNAME NACHNAME“ gar nicht. Ich habe jetzt herausgefunden, dass es mit „Anrufen Vorname oder alternativ Nachname“ besser klappt. Dann muss ich aber noch auswählen aus den diversen Kontakten.
    • Die Navigation ist manchmal etwas langsam. Gerade in der Stadt bei Stress im Verkehr und an Kreuzungen oder Abzweigungen hängt die Lokalisierung, so dass der Positionspfeil springt (und man dann die Straße verpasst). Mir fehlt die Satellitenansicht und das schnelle Pinch-to-Zoom funktioniert im G9 leider nicht wie bisher bei Tesla gewohnt. Google Maps über CarPlay ist nur bedingt eine Alternative wegen der fehlenden Ladeplanung und dort gibt es gar kein Pinch-to-Zoom.
    • Bei CarPlay-Nutzung habe ich mit der Freisprechfunktion des Telefons Probleme. Es entsteht ein Hall/Echo beim Gesprächspartner. Wenn ich das Gespräch beende und über die Telefon-Funktion des G9 gehe, ist das Problem behoben. Die Lautsprecher in der Kopfstütze des Fahrersitzes finde ich sinnlos, schlechter Klgang und eigentlich null Mehrwert, das habe ich direkt ausgeschaltet.
    • Die Spotify Nutzung ist etwas schwergängiger im Vergleich zu Tesla. Ich kann schlechter das manuelle Vor- oder Zurückspulen innerhalb eines laufenden Songs durch das Ziehen des Abspielcursors (Playhead) auf der Zeitleiste (Scrubber Bar) ausführen (nicht vorhanden). Insgesamt fehlen einige Funktionen. YouTube läuft einwandfrei. Prime bekomme ich nicht ans Laufen, weil er bei mir im Anmeldeprozess aussteigt.
    • Die Soundanlage ist gut, aber auch etwas weniger leistungsstark (z. B. beim Bass) als die im Tesla. Ich frage mich nur, wo der ganze Aufwand mit 22 Lautsprechern etc. im G9 verpufft. Auch die gerühmte Dolby-Atmos-Funktion kommt nur mäßig bei mir im Gehörgang an (natürlich höre ich entsprechend geeignete Tracks).
    • Das LCC und die Assistenten sind unausgereift. Im Stau Stop & Go fährt der Wagen etwas ruckelig an und bremst dann wieder zu abrupt. Die Mittenausrichtung beim Fahren funktioniert häufig nicht. Nachdem der Wagen einige Male eher unerwartet in Kurven einfach aus dem LCC ausgestiegen ist und ich nur mit einer sehr schnellen Reaktion Schlimmeres verhindern konnte, habe ich mir die Nutzung schon wieder abgewöhnt. Auch hier ist Tesla deutlich voraus, jedenfalls in Deutschland. VW hat da auch einen Vorsprung, deren Travel Assistant funktioniert ebenfalls sehr gut und besser als bei Xpeng. Aus China hört man ja aber ganz gute Dinge über die Performance von XPeng.
    • Den unausweichlichen Kontakt mit dem Händler erlebe ich als aufwändig und hinderlich. Die Wege sind lang, kompliziert, Flüchtigkeitsfehler bei Terminvereinbarungen und Unzulänglichkeiten beim Personal kosten mich Lebenszeit. Bei Tesla ist alles digitalisiert und minimalinvasiv. Einen ersten Rückruf wegen des Luftfahrwerks sehe ich Xpeng nach, da so etwas jedem Hersteller passieren kann. Aber mehr als die jährlichen Inspektionen will ich nicht erleben (die hat Tesla auch nicht).
    • Der Wagen ist auf Premium ausgerichtet, aber kleine, einfache und simpel umzusetzende Details fehlen: Warum keine Doppelverglasung? Der Wagen ist zwar auch ohne innen sehr leise, bei höheren Geschwindigkeiten werden die Windgeräusche aber doch präsent und hätten sicher mit Doppelglas noch etwas gemildert werden können. Ist das nicht auch mittlerweile Standard bei höherwertigen Autos? Und warum hat der Wagen keine Umfeldbeleuchtung in den Türen? Kostet einen Euro, das Kabel nach unten zu führen und eine LED aus der Türverkleidung strahlen zu lassen. Gerade, weil die Chinesen viel Wert auf die Inszenierung legen, wundert mich das. Aber auch das ist ganz sicher nicht kriegsentscheidend.

Würde ich den G9 wieder kaufen?

Das ist wohl noch zu früh und kommt sicher ganz maßgeblich auf die Zuverlässigkeit des Fahrzeugs an. Die maximale Unkompliziertheit bei Tesla hat mich tief beeindruckt, weswegen wir auch parallel zum G9 wieder ein Model 3 Highland angeschafft haben. Übrigens kann man dort wie seit Anfang an mit einem Klick bestellen, dann online Geld überweisen, dann selbst anmelden und darauf den Wagen abholen – super einfach. Auch im täglichen Vergleich zeigt sich relativ gut, dass der Tesla unkomplizierter, einfacher in der Bedienung und durchdachter ist. Wahrscheinlich würde ich in 2–3 Jahren wieder erwartungsvoll bei Tesla schauen, was die in der 70.000-Euro-Liga am Start haben, und wieder zum Model Y – dann hoffentlich mit 800-V-Technik – wechseln. Und bitte nicht falsch verstehen, ich freue mich jeden Tag auf die Fahrt im XPeng und drücke mir selbst die Daumen, dass ich nicht in die Werkstatt muss. Und wenn unser neues Model 3 in 3 Jahren ersetzt wird, schaue ich dann auch, was wiederum Xpeng anzubieten hat. Der Xpeng L03 sieht ja auch wieder sehr interessant aus.

Danke Wrangler. Ein ‚echtes‘ Feedback. Hat mich sehr beindruckt. Das klingt hier alles sehr objektiv. Ich habe im April G9P bestellt für Lieferung Oktober und hoffe auf etwas mehr Stabilität bis dahin. Es ist für mich das erste eAuto, nichtsdestotrotz hat auch der eine oder andere Verbrenner im täglichen Gebrauch seine Probleme. Daher werde ich die Kinderkrankheiten mit Fassung tragen und zu gegebener Zeit mein ‚erstes‘ Feedback posten.Für uns war die Langstreckentauglichkeit und die Ladeperformance wichtigstes Kriterium. wir fahren 2x pro Jahr Süd-Spanien-Deutschland runter und rauf.

Hallo Ulf, ich sage mal ohne arrogant wirken zu wollen: Wenn Du vom Verbrenner kommst, wird Dich der G9 extrem beeindrucken. Es ist ein gutes Auto. Meine Kritik muss man wirklich aus meiner so lange gut gelaufenen Zeit mit Tesla sehen. Auch dort gibt es Probleme, die mich aber alle bis heute verschont haben. Und die oben von mir beschriebene Kritik wirst du in Teilen ja auch vom Verbrenner kennen - und noch viel viel mehr Ärger, sehr sicher.

Freu dich also auf das sehr schicke Auto!

Danke für dein Feedback!

Ich fahre den G9 LR seit 2 Wochen und gebe dir auch wenn es sich bei mir um ein anderes Fahrwerk handelt absolut Recht, bei hohen Geschwindigkeiten in einer Kurve geht es mir nicht gut :sweat_smile:.

Ich habe keinerlei Probleme in den Apps und Funktionen auch nach dem neusten Update ist mir noch nichts aufgefallen.

Kann es nur mit einem C und E 300DE vergleichen, die Soundanlage finde ich gut, der Bass ist je nach Lied auch top, aber hier kommt es drauf an, wie man hört.

Ist auch mein erstes E Auto, bin aber bisher mega zufrieden.

Das mit den Händlern und dem Service… Alter Verwalter, am liebsten würde ich ein eigenes Xpeng Autohaus eröffnen und aus eventuellen Kunden, Stammkunden machen. Das ist derzeit in Deutschland zumindest bei uns in Hessen eine absolute Katastrophe, unmotivierte Mitarbeiter, niemand erreichbar, keiner hat nen Plan von irgendwas.

Ich bin auch sehr ernüchternd vom Verkauf bei XPENG in Hessen gewesen , so dass ich ihn glatt 400km entfernt bestellt habe…:sweat_smile::see_no_evil_monkey:

BTW: Toller Bericht @wrangler57 ! Danke

Autohaus BMW Hoffmann in Regensburg / Pfaffenhofen sehr zu empfehlen! Man gibt sich Mühe und hat nur für Xpeng 3 extra Mitarbeiter. Autos alle entweder lagernd oder kurzfristig verfügbar.

Extra angemeldet für diesen Top Bericht, da ich selbst ein Model Y Performance habe kann ich jede deiner Kritiken verstehen und werde dank deines Berichtes beim G9 auf ein Facelift warten, den GX falls der kommt anschauen, mein MYP fahren bis er auseinanderfällt oder zur MY Langversion wechseln.

Da FSD einen hohen Stellenwert bei mir hat muss auch hier Xpeng etwas wie FSD anbieten.

Gute Analyse mit berechtigten Kritikpunkten-trotzdem verstehe ich Menschen nicht ,warum man sich dann einen Xpeng kauft statt beim geliebten Tesla zu bleiben-wenn dort alles viel besser ist.Ich habe mich bewusst vorab informiert wo der Schuh noch bei Xpeng drückt-trotzdem wechsel ich von Mercedes zu Xpeng. Und es gibt bei jeder Marke Plus und Minus-bei Tesla ist ja bisher FSD nun noch nicht der Gamechanger-bei Mercedes ist die Aufpreispolitik für jede Sache was Mercedes Me betrifft schon ne Frechheit..usw.

Herzlich willkommen Elon Musk Fan-wow extra angemeldet-woher hast du den gewusst das hier so ein TOP Bericht auftaucht :wink:

Danke für den guten und ausführlichen Bericht. Solche persönlichen Erfahrungen helfen Interessenten sicher mehr als reine Datenblätter. Es ist spannend zu sehen, wie unterschiedlich die Eindrücke teilweise ausfallen können. Ich bin inzwischen rund 20’000 km mit meinem G9 Performance unterwegs und habe in einigen Punkten ähnliche, in anderen wiederum etwas andere Erfahrungen gemacht. Die Materialqualität, der Komfort und das extrem schnelle Laden begeistern mich ebenfalls. Für mich ist Tesla beim Laden inzwischen allerdings kein Massstab mehr. Entscheidend ist für mich heute nicht mehr die theoretische Ladeleistung, sondern die gesamte Reisezeit. Auf meiner regelmässigen Strecke von Südfrankreich in die Schweiz komme ich mit dem G9 trotz des etwas höheren Verbrauchs praktisch immer rund eine Stunde früher an als früher mit meinem Model Y Performance. Die Probleme mit dem digitalen Schlüssel hatte ich bisher zum Glück nie. Bei mir wird das Fahrzeug zuverlässig erkannt und ich musste bisher kein einziges Mal auf die Schlüsselkarte zurückgreifen.
Die Sprachsteuerung habe ich bereits im Tesla nur selten genutzt. Die wichtigsten Befehle wie Seitenspiegel einklappen oder alle Fenster öffnen funktionieren bei mir zuverlässig. Bei komplexeren Befehlen stimme ich Dir aber zu. Da hat XPeng sicher noch Verbesserungspotenzial.
Auch bei der Gesprächsqualität habe ich etwas andere Erfahrungen gemacht. Meine Gesprächspartner sind oft überrascht, wenn ich erwähne, dass ich gerade im Auto sitze, weil sie davon nichts hören. Im G6 als Ersatzwagen hatte ich allerdings ebenfalls Rückkopplungen. Deshalb könnte ich mir vorstellen, dass hier Apple CarPlay ebenfalls eine Rolle spielt. Beim LCC unterscheiden sich unsere Erfahrungen wohl am deutlichsten. Ich persönlich fühle mich mit dem System des G9 inzwischen wohler als mit dem Tesla. Gerade bei Lastwagen, die etwas nahe an der mittleren Fahrbahnbegrenzung fahren, oder bei Fahrzeugen auf der Einfahrtspur zur Autobahn reagiert mein G9 für mein Empfinden deutlich ruhiger. Im Tesla kam es in solchen Situationen bei mir regelmässig zu unnötigen Bremsmanövern. Auch Phantombremsungen hatte ich mit dem G9 in mittlerweile rund 18’000 km keine einzige mehr. Beim Tesla ist das leider mehrfach passiert und hat sowohl meine Mitfahrer als auch meinen Hund in der Transportbox mehr als einmal erschreckt. Am Ende zeigt Dein Bericht aber sehr schön, dass die persönlichen Erfahrungen durchaus unterschiedlich sein können. Umso wertvoller finde ich solche sachlichen Erfahrungsberichte.

Habe eigentlich Berichte zum GX gesucht aber da ist noch nicht viel bekannt.

Elon Musk Fan passt wohl nicht so ganz, meine Frau hat dank Elon ihren Tesla vor 2J gegen Volvo getauscht, ich habe den Sticker drauf und sehe das etwas differenzierter, allerdings hat mir mein Anwalt die 7500€ für FSD wiederbeschafft mit ein paar Schreiben an Tesla.

Warum ich hier unterwegs bin, mir gefällt der G9 aber ich sehe mich einfach aktuell nicht zu wechseln. Dein Bericht hat mich da entsprechend bestärkt, die sollen weiter an der Software feilen, es wirkt so als wäre Xpeng da recht flott und bemüht.

Mit nun bald 9J durchgehend Tesla (S,3,Y) ist mir einfach langweilig geworden mit dem Auto. FSD könnte den Funken wieder entfachen aber ansonsten ist Tesla spektakulär unspektakulär.

Was ich beim G9 brauche oder ggf. dann beim GX ist quasi alles was die Chinesen an Technik, Komfort, Spielereien etc. zu bieten haben.

Was ich nicht brauche sind diese Software Problemchen mit dem Digital Key oder andere Bugs und eben autonomes Fahren auf Level FSD v14

Werde weiter beobachten und mitlesen was die Chinesen so machen, das Model Y bekommt ggf. zum 4 jährigen Garantierende mal einen Servicebesuch (Wischblätter, Filter…), wäre das erste mal in 9J.

Die Lust an deutschen Autos ist bei mir verflogen, klar der IX5 ist toll aber ich kann und will keine 120k an BMW überweisen.

Sehr coole Reaktion!:+1:t2:

Ja das ist so: Nach nun 8 Jahren Tesla und einer gewissen Gewöhnung an das Cockpitlayout und die Bedienung war aufgrund der rasanten Entwicklungen bei der E Mobilität in erster Linie die Neugier auf mal was anderes geweckt.

Zudem wollte ich ein bisschen mehr Luxus schon ganz gerne mal genießen. Nappaleder, Dachhimmel, Massagesitze, schönes Ambientelicht. Das wirkt alles schon sehr fein und auch schicker als bei Tesla - und hat mich letztendlich überzeugt. Das Fahrwerk ist kein Beinbruch. Ich wollte aber meinen subjektiven Eindruck trotzdem mal aussprechen. Weil sehr gut oder gar toll ist das eben nicht. Bei einem 80.000 Euro Fahrzeug wird die Luft halt etwas dünner und der Wettbewerb schläft nicht.

Meine Empfehlung ist also immer noch ein Tesla, da lass ich nichts drauf kommen. Aber der G9 ist ebenfalls toll und das Unternehmen wird sicher noch sehr erfolgreich werden. Ich kann meinen G9 übrigens trotz der Kritik oben sehr genießen. Morgen gehts wieder 400 Kilometer auf die AB und ich freue mich, dass ich ihn dafür zur Verfügung habe.

du schreibst wörtlich „Extra angemeldet für diesen Top Bericht,…“ das beisst sich etwas mit deiner Aussage…:wink: ..aber egal-jeder hat seine Meinung die er auch gern vertreten darf…

Also sorry, aber die Assistenten sind beim Tesla sicher nicht besser als bei XPeng.

Kein Hersteller hat ein schlechteres Assistenzsystem als den guten alten Autopilot :sweat_smile:

Ich komme nach knapp 4 Jahren vom MYP, die einzigen Dinge die Tesla besser macht sind

  • Stabilität der Software
  • Qualität der Software

Alles andere wie

  • Verarbeitung innem sowie außen
  • Platzangebot
  • Komfort
  • Ausstattung
  • Fahrwerk!!
  • Fahrassistenten!! Autopilot??

da ist der G9 dem Tesla bei weitem überlegen. Vor allem bei den Assistenzsystemen/Autopilot, da ist Tesla Schrott und eine Frechheit was da abgeliefert wird. Es hat sich in den 4 Jahren nichts verändert oder verbessert. Es ist schon fast fahrlässig was da abgeliefert wird. Nicht einmal die Wischerautomatik funktioniert bis dato. Unerklärliches bremsen auf dem Autobahnen, plötzliches steuern in den Gegenverkehr bei manchen Fahrbahnmarkierungen usw.. .

Das Fahrwerk ist beim G9 dem Tesla in allen belangen überlegen. Der YP ist einfach nur Brettlhart, und unausgeglichen.

Das war nicht sarkastisch sondern ernst gemeint, da ich drauf und dran war mir einen G9P zu bestellen. Man liest ja die Berichte, alle sind begeistert aber da hast du an den richtigen Punkten auch Kritik angemerkt, Stichwort Sitze, Fahrwerk, Digital Key, Punch beim Launch usw…

Mich hält eher der enorme Wertverlust vom MYP davon ab zu wechseln da bin ich ganz ehrlich.

Kann ich so unterschreiben, peinlich was hier geboten wird

Mitunter der Grund warum meine Frau bereits vor Jahren das letzte Mal damit selbst gefahren ist. Die hat jetzt einen Leapmotor B10 und ist vollstens zufrieden.

Am Ende will ich einmal FSD in meinem Auto in Österreich getestet haben, diese Vision welche mich vor 9J zu Tesla brachte will ich so kurz davor nicht aufgeben und mit dem Abo Modell kann ich es mir für 100€ anschauen. Sofern enttäuschend wird der Abschied ein leichtes sein.

Am Ende wird es bei mir vermutlich 2027/28 ein Xpeng werden sofern Xiaomi mit dem SU7 nicht die Show stiehlt.

Wenn ich mir den X9 und GX anschaue wird man mit dem Facelift zu denen wohl aufschließen, Stichwort Headup oder Fahrwerk.

Ich hatte vor einigen Wochen das „Vergnügen“, in Lissabon das dort reichlich vorhandene Kopfsteinpflaster in einem nagelneuen Tesla MY Taxi zu genießen. Der Rücksitz knarzte nervtötend und ich hatte ernsthaft Sorge, dass sich meine Zahnkronen lockern. Ich empfand das Fahrwerk im Vergleich zum G6 unterirdisch schlecht und die Verarbeitungsqualität scheint immer noch Luft nach oben zu haben.

Was ist hiermit?

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Das Fahrwerk ist beim G9 dem Tesla in allen belangen überlegen. Der YP ist einfach nur Brettlhart, und unausgeglichen.

Die Kritik ist beim alten Model Y P berechtigt, das Fahrwerk ist unangenehm hart.

Das neue Model Y Juniper als Performance ist aber um Welten besser. Immer noch sportlich straff, aber hinsichtlich Fahrdynamik durchaus brauchbar (wer richtig sporten will, muss eh zur Limousine oder Coupe oder zum Sportwagen greifen). Und verfügt durchaus mit den adaptiven Dämpfern über einen akzeptablen Komfort.

Das G9 Fahrwerk ist einfach nur weich, wie scheinbar bei den allermeisten Chinesen. Ohne aber sonderlich gut abgestimmt zu wirken. Das Fahrwerk tut sich bei Querrillen, Fugen, Gullideckeln, Schlaglöchern ausgesprochen schwer, bietet bei hohen Geschwindigkeiten keinerlei Reserven und ist sogar meines Erachtens unsicher. Fahrdynamisches Potential ist eigentlich null vorhanden. Kurvenräubern ausgeschlossen, aber hey, wir reden über ein großes SUV und jeder weiß, was er bekommt. Aber ganz klar: X5, GLE & Co. machen das z.T. erheblich besser.

Ich habe mich trotzdem für den G9 entschieden, weil ich mich zu 90% auf stark befahrenen Routen bewege, im Stau stehe und mich ansonsten im Geschwindigkeitsbereich zwischen 70-120 km/h aufhalte. Da wirken sich die ganzen Defizite nicht aus. Aber die Instabilität bei Hochgeschwindigkeit finde ich wirklich grenzwertig. Ich möchte nicht auf eine schwierige Fahrbahn geraten, ausweichen müssen oder ähnliche brisante Situationen erleben.