Kaufentscheidung XPENG – Wie geht ihr mit dem Thema Zukunftsfähigkeit & Restwert um?

… je höher der Kaufpreis, desto größer ist der absolute Wertverlust :wink:

Genau. Viele schauen immer nur auf %, aber zahlen ihre Rechnungen trotzdem in €

Fiktives Beispiel:
G6 50k€
VW 65k€

nach fünf Jahren: VW Wertverlust 50%, G6 Wertverlust 65% (30% höherer Wertverlust als der VW)

VW wird verkauft für 0.5 mal 65000 = 32500 Euro
G6 wird verkauft für 0.35 mal 50000 = 17500 Euro

VW kostete am Ende nominal 32500 Euro (65-32.5k)
G6 kostete am Ende nominal 32500 Euro (50-17.5k)
Für beide hat man am Ende nach fünf Jahren das gleiche Geld ausgegeben.

Aber beim G6 schiebt man die gesparten 15000 Euro in den Aktienmarkt und macht 4% Rendite netto p.a. = 3250 Euro Extragewinn.
Oder langweiliger auf ein Konto (2.5%, 2000 Euro Extragewinn).

Ausser der VW hat einen Unfall oder sonst was. dann weiss man eh nicht, wie hoch der echte Restwert ist - beim G6 bleibt dann aber die Ersparnis vom Anfang garantiert übrig.

Versichern kannst du auch als Leasingnehmer wo du willst.

Genauso kann ich ins Ausland fahren.

Keine Ahnung woher du deine Beispiele nimmst.

Sicherlich kann es Einzelfälle geben (Unfälle mit unklarer Schuldfrage), wo noch nicht klar ist wer die Reparaturleistung trägt. Allerdings kann dir das mit einem gekauften Fahrzeug genauso passieren.

Im Regelfall läuft leasing heutzutage völlig problemlos.

Aber das kann ja zum Glück jeder für sich selbst entscheiden.

Beispiel:

Wichtige Regeln bei Arval

  • Reisedauer: Ohne schriftliche Zustimmung dürfen Sie das Fahrzeug für die ununterbrochene Dauer von maximal einem Monat (bzw. für Urlaubs- und Geschäftsreisen) im Ausland nutzen.

  • Ausgeschlossene Länder / Keine Dauer Nutzung: Eine dauerhafte Nutzung des Fahrzeugs im Ausland ist generell nicht zulässig. Fahrten in Länder außerhalb der EU/EWR/Schweiz (oder Regionen, die auf der Grünen Versicherungskarte nicht abgedeckt sind) erfordern in der Regel eine explizite Klärung oder Genehmigung bzw. sind oft nicht versichert.

Mit dem Leasingauto ins Ausland – wichtige Regeln und Tipps

Und?

Alles passend für 99% der Bevölkerung.

Also, ich lease meine Fahrzeuge (gewerblich) seit circa 30 Jahren und hatte damit noch nie Probleme. Natürlich IMMER Kilometerleasing.

Wichtig ist, dass der Leasingfaktor stimmt – für mich möglichst unter 0,9. Dann bezahlst du über die Vertragslaufzeit letztlich einen von Anfang an feststehenden Betrag für die Nutzung des Fahrzeugs.

Beispiel: Ein G9 Performance kostet 73.000 €. Bei einem Leasingfaktor von 0,9 entspricht das einer monatlichen Leasingrate von 657 €. Über 36 Monate sind das 23.652 €, also rund 32,4 % des Neupreises – bei beispielsweise 20.000 km vereinbarter Jahresfahrleistung (60.000km insgesamt).

Mit diesem „Festpreis“ entfällt für mich auch jeder Gedanke über den späteren Restwert: Ich muss mir keine Gedanken darüber machen, was der G9 in drei Jahren noch wert ist, ob es XPENG dann noch in Deutschland gibt oder wie sich Gebrauchtwagenpreise und Elektromobilität bis dahin entwickeln. Dieses Restwertrisiko liegt beim klassischen Kilometerleasing grundsätzlich nicht bei mir.

Natürlich kann man mit einem Leasingfahrzeug auch völlig problemlos ins Ausland fahren. Das ist eher ein Thema der jeweiligen Versicherungsbedingungen und i.d.R. nicht der Leasinggesellschaft.

Sicherlich kann sich das anders darstellen, wenn man in Deutschland least, seinen dauerhaften Wohnsitz bzw. Fahrzeugstandort aber im Ausland hat.

Ich kenne im Übrigen auch keinen Fall, bei dem man noch über gar kein Fahrzeug verfügt und trotzdem bereits Leasingraten bezahlt. Der Leasingvertrag bzw. die Zahlung der Raten beginnt üblicherweise erst mit Übernahme/Zulassung des Fahrzeugs.

Auch beim Thema Ersatzfahrzeug erschließt sich mir nicht, warum es grundsätzlich einen großen Unterschied zwischen Kauf und Leasing geben sollte. Bei Reparaturen wird ein Ersatzfahrzeug – je nach Werkstatt, Mobilitätsgarantie, Versicherung oder Servicevertrag – häufig gestellt. Natürlich kann die Dauer begrenzt sein, aber das kann einen Käufer genauso betreffen wie einen Leasingnehmer.

Auch die üblichen „Horrorgeschichten“ bei der Rückgabe am Leasingende, bei denen angeblich „völlig willkürlich“ plötzlich mehrere Tausend Euro nachgezahlt werden müssen, kann ich aus meinen rund 30 Jahren Leasingerfahrung in keinem einzigen Fall bestätigen.

Natürlich muss man sein Fahrzeug pfleglich behandeln. Ich lasse meine Fahrzeuge vor der Rückgabe beispielsweise noch einmal vernünftig aufbereiten – dafür sollte man ca. 500 € einplanen. Dann hatte ich bislang auch nie nennenswerte Probleme.

Im Übrigen herrscht bei der Rückgabe auch nicht einfach Willkür. Es gibt Schadenkataloge bzw. Rückgabestandards, anhand derer zwischen normalen alters- und laufleistungsbedingten Gebrauchsspuren und tatsächlich berechenbaren Schäden unterschieden wird.

Aber natürlich muss jeder für sich selbst rechnen, welches Modell besser zu seiner Situation passt.

Und das zuvor genannte Beispiel mit einer alternativen Geldanlage zu 3,5–4 % p.a. verbessert die Rechnung zugunsten des Leasings noch einmal deutlich: Wer beispielsweise 73.000 € nicht in das Auto steckt, sondern das Kapital währenddessen verzinst anlegen kann, muss auch den entgangenen Kapitalertrag eines Barkaufs berücksichtigen. Bei einem Kauf würde ich daher eher die 0%-Finanzierung in Anspruch nehmen und das eigene Kapital auch hier anlegen.

Genau so :100:

Abgesehen davon sind es 2 Monate, zumindest bei meinem Vertrag:

Also wahrscheinlich für 99.99% der Leaser kein Thema…

Wer vom Leasing keine Ahnung hat, sollte sich etwas zurücknehmen mit dem Schlechtreden.

Ich habe schon 4 Leasing hinter mir, und nie wurde mir was am Schluss berechnet, was ich nicht kaputt gemacht habe. Mein aktuelles Leasing endet am Mittwoch, Kostenvoranschlag von Tesla ist 0,00,- Euro, wegen Minderkilometer bekomme ich sogar noch rund 300 Euro zurück.

Es ist alles vertraglich geregelt, jeder Hersteller oder Leasinggeber hat einen Schadenkatalog, in dem genau steht, was an Schäden toleriert wird und was nicht. Das ist absolut wasserdicht.

Natürlich funktioniert das nicht für alle. Wer sein Auto nicht pflegen möchte gibt ihn halt vor dem Leasingende zur Aufbereitung. Meine Autos sehen jedenfalls bei Abgabe aus wie geschleckt :grin: , somit noch nie Probleme gehabt.

Aber bitte imho nur Kilometerleasing und kein Restwertleasing.

keiner hat das Leasing schlecht geredet! Aber persönlich kannst Du :wink:

ich hatte so einen Fall … Motorschaden nach 34 Monaten… … keine garantie mehr wegen Laufleistung… als Ursache stellte sich später ein Materialfehler am Stößel heraus…dieser war abgerissen und in den Brennraum gefallen … ich konnte den Wagen nicht verkaufen … musste die Leasingraten weiter bezahlen und hatte die Wahl … zahle ich an die Leasing deren kalkulierten Restwert ( im übrigen bei km-Vereinbarung eine ganz blöde Situation) oder repariere ich den Wagen auf eigene Kosten, so dass er den Leasinggrber seinen Vorstellungen entspricht… für 13,0 TEuro Reperaturkosten … schließlich musste ich zum Leasingende ja ein Fahrzeug im entsprechenden vertraglichen Zustand übergeben … … das war mein letzter gewerblicher Leasingwagen gewesen … Repeatatur 2 Monate … für diese Zeit brauchte ich dann noch einen Leihwagen…

Das ist dann zwar ärgerlich, aber ein absoluter Einzelfall.

Deswegen lease ich nur Fahrzeuge mit Garantie über den gesamten Zeitraum.

Nein, keinen Einzigen. Der einzige Vorteil davon ist, dass Dir ohne Risiko für den Leasinggeber die Raten schön klein gerechnet werden können.

Ich denke, beim Restwertleasing (bin auch aus Österreich) kommt es – wie so oft im Leben – auf die individuelle Situation an.
Unser XPeng G6 Long Range kostet nach allen Rabatten 40.292 € mit Eintausch-, Leasing Bonus und Händler Nachlass (ohne die 1.000 € Versicherungsbonus, da mein Arbeitgeber eine günstigere Versicherung anbietet).

Wir geben unseren Mazda CX-5 für 24.000 € in Zahlung, verwenden davon einen Teil als Anzahlung und 13.000 € legen wir z. B. für 3 Jahre zu 2 % an.

Durch den 6-%-Leasingbonus und 0-%-Leasing auf 36 Monate haben wir den Preisvorteil sofort, während ein Teil des Kaufpreises erst mit der Schlusszahlung nach 3 Jahren fällig wird. Die 13.000 € würden bei 2 % p.a. nach drei Jahren auf ca. 13.796 € wachsen – also rund 796 € Ertrag (Milchmädchenrechnung). Die Investition reduziert sich natürlich laufend durch die monatlichen zinsfreien Raten.

Laut Verkäufer liegt die Schlusszahlung nach 36 Monaten bei ungefähr 23.000 €. Er meinte, dass das ungefähr dem erwarteten Restwert entspricht und er das Auto zu diesem Zeitpunkt auch ungefähr zu diesem Wert übernehmen würde – natürlich ohne Garantie auf diesen Preis.

Wir haben nach 3 Jahren also mehrere Möglichkeiten: Wenn der tatsächliche Restwert ungefähr bei 23.000 € liegt, behalten wir das Auto und kaufen es raus. Sollte der tatsächliche Restwert höher sein und wir beim Verkauf sogar einen Überschuss haben, würden wir diesen wahrscheinlich wieder für ein neues Leasing verwenden – vielleicht für den G6+ oder wie der dann heißen wird :joy:.

Der kalkulierte Wertverlust liegt damit bei ungefähr 17.000 € in 3 Jahren – natürlich ohne Gewähr, der tatsächliche Wert kann höher oder niedriger sein.

Für uns ist deshalb die konkrete Kombination aus Rabatt + 0-%-Leasing + Restwert + Kapitalanlage entscheidend und nicht die Frage, ob Leasing grundsätzlich besser als Kaufen ist.

Mein Bruder hat sich z. B. den Kia EV2 geholt – mit 4.000 € Leasingbonus. Dafür zahlt er bei einer Laufzeit von 12 Monaten rund 1.300 € Zinsen. Auch diese Variante kann sich in der jeweiligen Situation durchaus rechnen.

Da wir hier kein klassisches Kilometerleasing haben (das nennt sich bei uns Operating Leasing), finde ich für unsere Situation das Restwertleasing besonders interessant. Entscheidend ist eben immer das Gesamtpaket aus Kaufpreis, Bonus, Zinsen, Laufzeit, Restwert und der eigenen finanziellen Situation.

Ich beneide euch deutschen Autofahrer schon ein bisschen um eure günstigen Versicherungen, die besseren Leasingkonditionen und die ganzen Möglichkeiten am Automarkt. :grinning_face_with_smiling_eyes: Bei uns in Österreich schaut die Rechnung leider oft etwas anders aus. :sweat_smile:

LG Stefan

Wie @VonQ8etronzuG9 es schon sagt: Die Herstellergarantie sollte natürlich im Idealfall mindestens mit der Leasingzeit korrespondieren (was bei XPENG glücklicherweise der Fall ist).

Aber auch wenn es nicht so wäre, unterscheidet sich dieser von Dir beschriebene (unglückliche und wohl eher seltene) Reparaturfall m.E. auch nicht zwischen Leasing und Kauf. Der finanzielle Schaden ist identisch.