Langzeitqualität von XPENG (G6, G9, P7 & P7+) – ehrliche Erfahrungen gesucht

ich bin erst 13000km seit Dezember 2025 im G6P unterwegs, aber sehr zufrieden.

Heller Innenraum sieht aus wie neu (noch nie gereinigt :zany_face:), Sitze sind perfekt für Langstrecke, keine Änderungen bei der Polsterung bemerkbar.
Regelmäßige SW Updates, die auch neue Features und zahlreiche Verbesserungen vor allem bei den Assistenten brachten. Verkehrszeichenerkennung hat noch Aufholbedarf, aber dass das nicht klappt kannte ich schon vom Ioniq5, ist für mich nicht so wichtig, eher belustigend wenn 100 im Ortsgebiet angezeigt werden (aber ganz klar: dafür erwarte ich mir auch noch einen Fix).

Aufgetretene Schäden waren Eigen- oder Fremdverschulden bzw externe Einflüsse (Steinschlag Panoramaglasdach) und wurden rasch behoben.

Thematik unbenutzbare Anhängerkupplung nervt mich dafür.

Alles in allem, würde Xpeng wieder nehmen, bzw wenn mich die Leasingbank lässt, das Fahrzeug nach drei Jahren vielleicht sogar rauskaufen, je nach Wert.

Ich würde davon ausgehen, dass Xpeng, wie viele andere Marken auch, nicht an einen wirklich guten Japaner herankommt. Und damit meine ich ausdrücklich die in Japan gebauten Toyotas oder Hondas. Das ist meiner Meinung nach schlicht kaum möglich, weil die schiere Arbeit und Entwicklungszeit, die beispielsweise Toyota in seine Fahrzeuge steckt, unvorstellbar hoch ist.

Ich hatte in meinem Fahrzeugleben inzwischen über 50 Fahrzeuge und fahre meinen Toyota Prius mittlerweile seit 400.000 Kilometern. Nach 19 Jahren war daran tatsächlich nicht viel: einmal der Endtopf und einmal die Bremsen. Mehr nicht.

Wenn man sich etwas intensiver mit Fahrzeugentwicklung beschäftigt und beobachtet, wie die verschiedenen Hersteller arbeiten, wird der Unterschied ziemlich deutlich. Toyota nimmt sich beispielsweise sechs bis acht Jahre für die Entwicklung und Erprobung neuer Fahrzeugmodelle. Gerade die Hybridgenerationen sind extrem auf Haltbarkeit ausgelegt und meiner Meinung nach teilweise regelrecht overengineered. Lexus gehört natürlich ebenfalls in diese Kategorie.

Das geht sogar so weit, dass Toyota die Veröffentlichung bestimmter Prius-Generationen teilweise um ein bis zwei Jahre verschoben hat, weil man mit den Ergebnissen der Langzeittests noch nicht zu 100 Prozent zufrieden war.

Das ist ein Entwicklungsniveau, das Xpeng und auch andere chinesische Hersteller aufgrund des enormen Marktdrucks und der hohen Entwicklungsgeschwindigkeit meiner Meinung nach kaum halten können.

Ich glaube beispielsweise nicht, dass ein P7+ vorher sechs Jahre lang durch sämtliche Klimazonen der Welt geschickt wurde und dabei Millionen von Testkilometern absolviert hat, bevor er auf den Markt kam. Allein aufgrund des Alters von Xpeng ist das schon gar nicht möglich. Das Unternehmen konnte schließlich nicht erst sechs bis acht Jahre lang ein Fahrzeug entwickeln und testen, bevor überhaupt das erste Modell auf den Markt kam.

Ein erheblicher Teil der Entwicklung findet deshalb zwangsläufig auch auf dem Markt statt. Und das ist übrigens nichts, was nur chinesische Hersteller machen. Eine ähnliche Philosophie der schnellen Entwicklungszyklen findet man auch bei vielen deutschen Herstellern.

Aber man sollte meiner Meinung nach trotzdem die Kirche im Dorf lassen: Die Haltbarkeit und Langzeiterfahrung eines wirklich guten japanischen Fahrzeugs, insbesondere eines entsprechend entwickelten Toyota oder Honda aus japanischer Produktion, ist noch einmal eine andere Liga. Trotzdem kann man davon ausgehen, dass ein Xpeng nicht schlechter ist als ein durschnittlicher deutsches Fahrzeug.

Danke für die Info - ich habe zwar einige Zeit gesucht aber die Auswertung habe ich nicht gefunden :slight_smile: 92% ist ein toller Wert :smiley: LG

Ich wäre schon zufrieden, wenn das Auto die nächsten 5 bis 6 Jahre bzw. 60.000 bis 70.000 Kilometer ohne größere Probleme läuft.

Aktuell fahren wir einen Mazda CX-5, zusätzlich haben wir noch einen Toyota Yaris. Nach den Erfahrungen mit unserem Peugeot 3008 und den Problemen rund um den Zahnriemen im Ölbad war für mich damals klar, dass der nächste Wagen ein zuverlässiger Japaner werden soll.

Diese Zuverlässigkeit habe ich beim Mazda auch bekommen. Was mir allerdings etwas fehlt, sind moderne Features und das Gefühl, dass das Auto technologisch vorne mitspielt. Der Mazda ist ein gutes Auto, aber er weckt bei mir keine besondere Begeisterung.

Der XPENG G6 und auch der L03 gehören zu den ersten Fahrzeugen seit Langem, die mein Interesse wirklich geweckt haben. Nach der Probefahrt habe ich mich intensiv mit den Fahrzeugen beschäftigt, Berichte gelesen und hier im Forum mitgelesen.

Deshalb bin ich aktuell etwas hin- und hergerissen. Einerseits steht die Zuverlässigkeit meines bisherigen Fahrzeugs, andererseits bieten die XPENG-Modelle vieles, was ich bei aktuellen Autos spannend finde.

Meine Frau ist übrigens ebenfalls vom XPENG-Konzept angetan. Sie ist normalerweise eher der rationale Typ und achtet stärker auf die praktische Seite. Umso mehr versuche ich gerade herauszufinden, ob die Sorge vor möglichen Problemen begründet ist oder ob man sich durch einzelne negative Berichte stärker beeinflussen lässt, als es die Realität rechtfertigt. :slightly_smiling_face:

So wie ich mich kenne werde ich ihn mir holen - wenn ich mir was in den Kopf setze ziehe ich es meist durch :smiley:

Ich denke nicht, dass dein Anspruch grundsätzlich ein Problem ist. Du hast immerhin 160.000 Kilometer und sieben Jahre Vollgarantie. In diesem Zeitraum sollte es bei einem modernen Fahrzeug normalerweise keine größeren Probleme geben. Interessant wird es meiner Meinung nach erst jenseits der 150.000 Kilometer und ab etwa acht Jahren. Dann zeigt sich, ob ein Fahrzeug tatsächlich eine gute Langzeitqualität hat.

Ich verstehe aber auch deinen Ansatz. Genau das ist für mich übrigens einer der Gründe, weshalb ich bei Xpeng gelandet bin. Abgesehen vom Preis-Leistungs-Verhältnis finde ich es spannend, gewissermaßen Versuchskaninchen für neue Technologien zu sein. Ich möchte technologisch gerne vorne dabei sein und Dinge ausprobieren, die andere Hersteller vielleicht erst Jahre später anbieten.

Und genau das ist eigentlich das Gegenteil der klassischen japanischen Philosophie.

Die Japaner sind traditionell sehr konservativ. An oberster Stelle steht zunächst einmal Qualität und Zuverlässigkeit und nicht unbedingt die Innovationsführerschaft. Wenn eine neue Technologie allerdings dazu beitragen kann, die Qualität oder Effizienz zu verbessern, können sie durchaus Vorreiter sein. Das beste Beispiel dafür ist für mich der Hybridantrieb.

Gerade bei Software sieht man aber einen deutlichen Unterschied. Software ist mittlerweile ein wesentlicher Faktor für Kundenzufriedenheit und gleichzeitig einer der größten Schwachpunkte moderner Fahrzeuge. Wenn man hier im Forum die Beschwerden verfolgt, würde ich sogar sagen, dass ein großer Teil davon inzwischen softwarebedingt ist und weniger mit der eigentlichen Hardware zu tun hat.

Und genau bei diesem Thema halten sich die japanischen Hersteller traditionell eher zurück. Sie entwickeln zwar ebenfalls, gehen aber deutlich später damit in den Markt und warten länger ab, bis eine Technologie ausgereift ist.

Für mich ist deshalb beides nachvollziehbar: Wer maximale Langzeitqualität und möglichst wenig Risiko möchte, ist mit einem konservativ entwickelten Japaner wahrscheinlich weiterhin sehr gut aufgehoben. Wer dagegen technologisch möglichst weit vorne sein möchte und bereit ist, dafür auch Kinderkrankheiten in Kauf zu nehmen, landet wahrscheinlich eher bei einem Hersteller wie Xpeng.

Ich persönlich finde gerade diese Kombination spannend: zu akzeptieren, dass man nicht die jahrzehntelange Langzeiterfahrung eines Toyota kaufen kann, dafür aber Technologien fährt, die bei Toyota vielleicht erst deutlich später oder in einer anderen Form auf den Markt kommen.

Wir haben 7 Stück bestellt und durch die Reihe weg Probleme.

7 Stück wovon genau? Und welche Probleme?