Sobal dein Heimnetzt nicht von außen mit Strom versorgt wird, geht nix mehr. Nicht mal die PV Anlage. Es sei denn, du hast ein Speicher, wo dirrekt die PV ran geht und kein Strom von außen für den Wechselrichter gebraucht wird.
Ich denke du meinst das, dass dein Fahrzeug dieser Ersatz von Außen sein soll.
Richtig.
Das geht nicht.
Das klingt so als sollte ich mir die Backup-Box meiner Huawei PV-Anlage doch mal anschauen und den Elektriker meines Vertrauens mit diesem Gedankenexperiment quälen. ![]()
Die PV alleine wäre aktuell leider keine Hilfe.
BalkonKraftwerksWechselrichter benötigen ein Stromnetz zur Synchronisation der Netzfrequenz, ohne Netzspannung kommt aus den Wechselrichtern nichts raus.
Wenn man bei Stromausfall mit einem Generator oder E-Auto einfach ins Hausnetz einspeisen würde, würde man die ganze Straße mit Strom versorgen, da ja alles übers Stromnetz zusammenhängt.
Man müsste also vorher das eigene Haus vom Stromnetz abtrennen, dann könnte man technisch gesehen an einer Steckdose etwas einspeisen und hätte diesen Stromkreis versorgt innerhalb der Grenzen des Generators.
Da im Haus aber meist ein 3 Phasen Netz existiert, hätte man nur auf einer Phase Spannung, würde also nur die Verbraucher dieser Phase versorgen.
Was die VDE dazu sagt…steht auf einem ganz anderen Blatt.
Ich habe mir sowas mit meiner Solaranlage verwirklicht. Bei Stromausfall trennt der Wechselrichter innerhalb 10-20ms das Haus vom Stromnetz ab und versorgt mit maximal 12kW Gesamtleistung alle drei Phasen. Wenn die Sonne scheint, direkt aus den 12kWp Solarzellen, sonst aus dem angeschlossenen 27kWh Akku.
Ich merke hier nicht mal wenn der Strom ausfällt, weil das Umschalten so schnell geht das nicht mal das Licht flackert.
In deinem Fall würde der SmartGuard T0 von Huawei funktionieren, kommt aber darauf an, welchen HW WR du hast. Ältere Modelle (M1 und MB0) können im Offgrid-Mode nur einphasig ausgeben (1/3 ihrer max. Wirkleistung), der Smartguard teilt das dann in 3 × 230 V für dein Hausnetz auf. Mit dem MAP0 WR kannst du bist zu drei WR am SmartGuard betreiben, diese WR sind schieflastfähig und du hättest damit echtes Drehstrom Backup im Haus.
Ohne SmartGuard (oder ohne externe Umschalteinrichtung), ist deine PVA im Falle eines Netzausfalls immer aus – der NA (Netz- und Anlagenschutz) sorgt dafür, dass die WR binnen weniger ms den Dienst einstellen, sollte das Netz nicht mehr vorhanden sein.
Hier noch meine Ideen, die mir durch den Berliner Stromausfall gekommen sind (falls man keinen Kamin hat, die PV-Leistung wird bei den meisten nicht reichen):
Aus meiner Sicht ist das Wichtigste, das Haus irgendwie mit etwas Wärme zu versorgen, damit die Wasserleitungen nicht einfrieren. Bis Donnerstag wird Dauerfrost mit bis zu -6 Grad in Berlin erwartet (keine Ahnung, bis zu welcher Temperatur es auch reichen würde, einfach alle Wasserhähne leicht laufen zu lasssen).
Als Energiequelle auf jeden Fall das E-Auto (wenn der Akku nicht reicht, dann mit der Restreichweite zum nächsten verfügbaren Schnelllader und wieder voll machen). V2L-Adapter besorgen, falls noch nicht vorhanden.
- Dann im simpelsten Fall Kabel in’s Haus legen und einen portablen Ölradiator damit betreiben. Nicht effizient aber besser als nichts.
- Viel effizienter: Wenn man eine Klimaanlage im Haus hat, die eine Heiz-Funktion besitzt und man an deren Stromversorgung kommt.
- Auf keinen Fall auf die Idee kommen, mit dem Grill (egal ob Kohle oder Gas) heizen zu wollen.
Meine PV-Anlage kann prinzipiell um einen externen Generator ergänzt werden (wird wohl von Aussis ohne Stromanschluss im Outback verwendet). Müsste glatt mal schauen, ob der Elektriker was bauen könnte, um dort das E-Auto anschließen zu können. Dann hätte man V2H durch die Hintertür.