Vielleicht glaubst Du der KI mehr? Einzelnachweise sind auch möglich, sprengt aber bei dem Thema ein bisschen den Rahmen. Deine Beobachtungen sind rein physikalisch erklärbar und reproduzierbar.
Gemini Pro: „Wenn Sie an einem heißen Hochsommertag mit Sommerreifen auf die bewässerte Gleitfläche eines Fahrsicherheitszentrums fahren, geschieht etwas Verblüffendes: Das Auto rutscht fast völlig hilflos über die Piste, obwohl das Reifengummi durch die Hitze eigentlich perfekt aufgewärmt ist und optimalen Grip bieten müsste.
Die Erklärung dafür liegt im physikalischen Zusammenspiel von Reifenprofil und Untergrund. Die Trainingsfläche besteht aus einer extrem glatten, versiegelten Kunststoff- oder Epoxidharz-Beschichtung, die im Gegensatz zu Asphalt keinerlei natürliche Poren oder raue Steinchen aufweist. Sobald nun Wasser auf diese spiegelglatte Piste gesprüht wird, kann es nirgendwo abfließen. Es bildet sich ein hauchdünner, durchgehender Schmierfilm auf der Oberfläche.
Genau hier gerät der Sommerreifen an seine konstruktiven Grenzen. Sein Profil besteht aus großen, massiven Gummiblöcken, die dafür gemacht sind, viel Auflagefläche auf rauem Asphalt zu bieten. Was ihm jedoch völlig fehlt, sind die sogenannten Lamellen – jene hunderten feinen, wellenförmigen Einschnitte, die man auf Winterreifen findet. Diese Lamellen wirken normalerweise wie winzige Scheibenwischer: Sie öffnen sich unter Belastung und durchschneiden den Wasserfilm auf glatten Flächen, um wenigstens minimalen mechanischen Halt zu finden. Da der Sommerreifen diese Mikrokanten nicht besitzt, gleiten seine glatten Profilblöcke einfach auf dem feuchten Film auf. Es entsteht eine Art permanentes Mikro-Aquaplaning. Das an sich griffige, warme Sommergummi hat also gar keine Chance, seine Haftung auszuspielen, weil es den eigentlichen Bodenuntergrund überhaupt nicht berührt, sondern buchstäblich auf dem Wasser surft.
Für den Alltag bedeutet das:
Trotz dieser dramatischen Rutschpartie sagt dieses Erlebnis rein gar nichts über die Qualitäten des Reifens bei echtem Regen aus. Echter Straßenasphalt ist tiefgründig rau und porös. Dort schiebt der Sommerreifen das Wasser durch seine breiten Rillen effektiv in die natürlichen Hohlräume der Straße ab, während sich das Gummi perfekt mit den mikroskopischen Kanten der Steine verzahnt. Dass Sie auf der Gleitfläche den Halt verlieren, ist also kein Versagen des Reifens bei Nässe, sondern schlicht der Beweis, dass die Anlage Glatteis physikalisch perfekt simuliert.“
Der längere Bremsweg liegt in diesem Fall übrigens einfach an der wesentlich höheren Masse des E-Autos. Vorsorglich:
„Das schwere Elektroauto hat auf der spiegelglatten Gleitfläche einen deutlich längeren Bremsweg. Dass ein hohes Gewicht automatisch für mehr Grip sorgt, ist auf extrem rutschigem Untergrund nämlich ein Trugschluss.
Das 2,3 Tonnen schwere Fahrzeug bringt fast 50 % mehr Bewegungsenergie mit als der 1,6-Tonnen-Verbrenner. Auf normalem Asphalt bremst das E-Auto diese Masse problemlos herunter. Auf der eisähnlichen Gleitfläche fehlt jedoch schlichtweg die Reibung, um diese enorme Energie auf die Straße zu übertragen. Hinzu kommt ein reifenphysikalischer Effekt: Reifengummi erzeugt bei extrem hoher Gewichtsbelastung nicht proportional mehr Haftung – der Reifen ist durch das hohe Gewicht schlichtweg überfordert.
Da Elektrofahrzeuge meist breite Sommerreifen haben, schwimmen diese mangels Griffkanten (Lamellen) auf dem Wasserfilm der flachen Übungsbahn extrem leicht auf. Sobald das ABS registriert, dass die Räder unter der gewaltigen Masse sofort blockieren würden, muss es die Bremse drastisch freigeben, um den Wagen überhaupt lenkbar zu halten. Die 2,3 Tonnen schieben das Auto dadurch fast ungebremst weiter über die Gleitfläche.“